Im Notfall ist der Notarzt immer „online“ dabei.

Das Aachener Forschungsprojekt „TemRas – Telemedizinisches Rettungsassistenzsystem“ begegnet steigenden Einsatzzahlen des Rettungsdienstes und zunehmendem Ärztemangel mit einem innovativen Konzept zur Qualitätssteigerung in der Notfallversorgung.

Ziele des Projekts sind die Entwicklung und der Einsatz eines Telemedizinischen Rettungsassistenzsystems für den Rettungsdienst in Nordrhein-Westfalen. Das Telemedizinische Rettungsassistenzsystem wird dem Rettungsdienstpersonal die Möglichkeit bieten, einen Telenotarzt zur sofortigen Unterstützung der Notfallversorgung jederzeit hinzuzuziehen. Durch eine informationstechnologische Vernetzung zwischen der Telenotarzt-Zentrale und weiterbehandelnden Einrichtungen wird die Versorgung insbesondere von Herzkreislauf-Notfällen deutlich verbessert werden.

Ab 2012 werden fünf ausgewählte Rettungsdienstbereiche in Nordrhein-Westfalen über einen telemedizinisch ausgestatteten Rettungswagen verfügen und an die Telenotarzt-Zentrale angeschlossen sein. Dem Telenotarzt werden mittels Mobilfunktechnologie Vitalparameter sowie Bild- und Videomaterial von der Einsatzstelle und aus dem Rettungswagen live übermittelt, so dass dieser insbesondere dann ärztlich unterstützen kann, wenn kein Notarzt vor Ort verfügbar ist. 

Unter der Koordination des Lehrstuhls für Informationsmanagement im Maschinenbau der RWTH Aachen University, engagieren sich Notfallmediziner der Klinik für Anästhesiologie des Uniklinikums Aachen, die p3 communications GmbH sowie Philips und 3M für eine Etablierung der Telemedizin im Rettungsdienst.

Als eines von sieben Teilprojekten des Aachener Medizin-Technik-Clusters „in.nrw" wurde TemRas bis Juli 2013 vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF) sowie der EU über den EFRE-Fonds gefördert.


 
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